24. November 2011

Höchste Priorität für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder


Anja Kofbinger, frauenpolitische Sprecherin, sagt anlässlich des morgigen Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen und Mädchen:

Wir verlangen von Berliner Senat ein klares Bekenntnis und eindeutige Taten gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
Weltweit ist Gewalt an Frauen im Alter zwischen 16 und 44 Jahren die Todesursache Nummer eins – und rangiert damit laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor Krebs und Verkehrsunfällen. Auch in Deutschland ist das Ausmaß männlicher Gewalt gegen Frauen immer noch immens. Allein in Berlin wurden im Jahr 2010 laut polizeilicher Kriminalstatistik mehr als 10.000 Anzeigen wegen Delikten im Kontext häuslicher Gewalt erstattet.

Die bereits bestehenden Beratungsstellen, Frauennotrufe und Frauenhäuser in Berlin müssen von Rot-Schwarz weiter finanziell abgesichert werden. Allein im letzten Jahr mussten laut Bericht der Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen e.V. (BIG) 261 von Gewalt betroffene Frauen und Kinder wegen mangelnder Kapazitäten der Einrichtungen abgelehnt werden. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bringt deshalb in der heutigen Plenarsitzung den Antrag „Berlin schützt Frauen und Mädchen vor Gewalt!“ (Drucksache 17/0030) ein, der diesen Missstand thematisiert.

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November 2011 setzten wir mit einer Mahnwache um 12 Uhr auf dem Potsdamer Platz ein Zeichen. Dazu laden wir alle Interessierten ein.

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