Wir brauchen ein nationales Referenzzentrum gegen Genitalverstümmelung

05.02.2010

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus setzt auf Hilfe für die von Genitalverstümmelung betroffenen Frauen und Mädchen. Seit November 2008 ist Anja Kofbinger, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion, die Schirmfrau der bundesweiten terre-de-femmes-Kampagne "Kein Schnitt ins Leben", um auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

"Der Senat bleibt mit seinen Bemühungen auf halbem Wege stecken. Wir haben den Senat aufgefordert, endlich tätig zu werden und den bereits im vorletzten Jahr beschlossenen Aufbau eines Referenzzentrums gegen Genitalverstümmelung in Zusammenarbeit mit dem Bund umzusetzen", sagte sie am Freitag mit Blick auf den Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung am 6. Februar.

"Wir haben bereits im letzten Jahr einen Antrag für eine Bundesratsinitiative Berlins zur Umsetzung ihres eigenen Antrages auf den Weg gebracht", so Kofbinger. "Bisher ist nichts geschehen! Die betroffenen Frauen und Mädchen haben ein Recht auf staatlichen Schutz und können nicht länger auf angemessene Hilfe warten."

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